NETZWERK INTEGRATIVE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG 

Unternehmerschulen

Unternehmer-Qualifikation durch die "Unternehmerschule"

Das Bonner INSTITUT für INTEGRATIVE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG organisiert in seinem Akademie-Bereich die regionale Durchführung von Unternehmerschulen gemeinsam mit Kommunen, Banken, mittelständischen Organisationen und Steuerberatern, welche im NETZWERK INTEGRATIVE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG (NIW) kooperieren.

Auslöser der Initiative ist die hohe Zahl von Firmeninsolvenzen sowie die vom Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln ermittelte Tatsache, dass die meisten Existenzgründer innerhalb der ersten 5 Jahre wieder aufgeben.

1. Was sind die Ursachen?

Sind internationale Finanz- und Wirtschaftskrisen die Ursache, haben Politik, Tarifparteien oder andere Einflussfaktoren versagt?

Sicherlich spielen die politischen Rahmenbedingungen und Wirtschaftsstrukturen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene eine gewisse Rolle. Die Hauptursachen für die unternehmerischen Probleme und Krisen bis hin zur Insolvenz liegen aber eindeutig in dem oft nur unzureichenden Wissen der Entscheider, insb. in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), wie betriebswirtschaftlich und organisatorisch solchen Widrigkeiten zu begegnen ist.
Eine fachliche und branchenbezogene Qualifikation reicht heutzutage nicht mehr aus, ein Unternehmen erfolgreich zu führen und für die Zukunft abzusichern. Neben einer verbesserten Qualifikation zur Unternehmensführung fehlen geeignete Führungs- und Steuerungsinstrumente, aber auch konkrete präventive Pläne, z.B. für eine Notfall-Situation.

Es gibt nur wenige Unternehmer, die sich Gedanken darüber machen, was passieren soll, wenn die Firma sich quasi über Nacht in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld zurecht finden muss. Außerdem mangelt es oft auch an klaren Strategien für die langfristige Entwicklung des Unternehmens.


2. Wie können sich Unternehmer für schwierige Phasen wappnen?

Der Unternehmer soll Risiken abschätzen können und eine realistische Strategie festlegen. Das kann man lernen und es gibt auch einige nützliche Instrumente, die dabei helfen. Zum Beispiel können bestimmte Finanzkennzahlen als eine Art Frühwarnsystem dienen. Gute Beziehungen zur Hausbank, Transparenz in allen betrieblichen Bereichen und das Heranziehen fundierter Entscheidungsgrundlagen senken ebenfalls das Risiko, in stürmischen Zeiten unter zugehen.

Wer Auto fahren will, der braucht einen Führerschein. Aber ein Unternehmen führen, das darf jeder.

Wo lernt man Unternehmer?

In unserer Unternehmerschule erwerben Sie den "Unternehmensführerschein". Training hat noch niemandem geschadet. Das gilt selbst für diejenigen, die schon gut sind. Ein Spitzensportler will ja durch Training auch noch besser werden!

Sicherlich gibt es vielfältige Angebote zur Fortbildung, aber sie werden nicht immer angenommen. Dafür können z.B. folgende Gründe vorliegen:

  • Der Veranstalter hat keine praktischen Erfahrungen mit der Zielgruppe.
  • Der Unterricht ist zu theoretisch, praktisch relevante Beispiele fehlen.
  • Die Schulungsinhalte können nicht im Betriebsalltag umgesetzt werden.
  • Ort, Zeitpunkt, Dauer und Preis sind nicht mittelstands-freundlich.
  • Es fehlt nach der Schulungs-Maßnahme eine begleitende Unterstützung.

Durch unsere praktische Arbeit wissen wir, welche Fehler in anderen Betrieben zu Problemen geführt haben. Die Teilnehmer an der NIW - Unternehmerschule lernen, wie sie die gleichen Fehler vermeiden. Wichtig ist, dass sich die Bereitschaft, zu lernen und besser zu werden, durchsetzt. Dann ist damit nicht nur dem einzelnen Betrieb geholfen, sondern dem gesamten Standort Deutschland.

Die Teilnehmer an der NI- Unternehmerschule gehören im Wesentlichen den folgenden Zielgruppen an:

  • Zukünftige Geschäftsführer im Rahmen der Unternehmens-Nachfolgeregelung.
  • Handwerker, denen der Facharbeiter- und Meisterbrief nicht ausreichend erscheint, um den Erfordernissen des Marktes und des Wettbewerbs standzuhalten.
  • Jungunternehmer, die sich zusätzliche Qualifikationen aneignen wollen.
  • "Gestandene" Unternehmer, die von sich selbst mehr Führungsfähigkeit erwarten und/oder
  • ihre betriebswirtschaftlichen Kenntnisse auf den heutigen Stand bringen möchten.


3. Was sind unsere Themen in der Unternehmerschule?

Die Schulungsinhalte der NIW - Unternehmerschule sind auf die speziellen Bedürfnisse von kleinen und mittelständischen Betrieben ausgerichtet. Kritische Themen wie Unternehmenskrisen und Insolvenzrisiken werden ausführlich behandelt. Der gesamte Lehrinhalt der Unternehmerschule ist modular aufgebaut und auf 10 Schulungstage aufgeteilt .Schulungstag ist einmal im Monat ein Samstag.

Das Modul I widmet sich der Führungsfähigkeit mit den Bausteinen Führungs- und Entscheidungshilfen, Unternehmenssteuerung, Personalplanung und Personalführung sowie dem Selbstmanagement. Das Modul II bezieht sich auf die Leistungsfähigkeit mit den Bausteinen Finanzplanung, Produktivität, Kennzahlen sowie Kalkulation und Investition. Schließlich steht im Modul III die Wettbewerbsfähigkeit im Vordergrund, die vom Markt und Wettbewerb, vom Marketing und Vertrieb/Verkauf sowie von der Kundengewinnung und der Kundenbindung bestimmt wird.

Der Innovative Charakter der NIW - Unternehmerschule zeigt sich in folgenden Punkten:

Kombination von praxisorientiertem Unterricht während der Schulung und einer nahtlosen Weiterbetreuung nach Schulungsabschluss mit dem Ziel, die Nachhaltigkeit der vermittelten Inhalte zu sichern.

Kombination aus Standard-Lehrinhalten und aktuellen Entwicklungen, die auf Grund von Marktanalysen speziell für kleine und mittlere Unternehmer von Bedeutung sind bzw. werden, um eine marktgerechte Vermittlung wesentlicher Erfolgskriterien zu erreichen.

Besondere Berücksichtigung der möglichen Faktoren, die Krisen oder sogar die Insolvenz verursachen können, und die intensive Schulung von Gegenmaßnahmen zur Vermeidung der Risiken.

Erstellen von Umsetzungsplänen. Die Teilnehmer werden aufgefordert, für wichtige "Bausteine" konkrete Umsetzungspläne zu entwickeln, angepasst an das eigene Unternehmen. Mit dem Dozenten wird dann die Umsetzbarkeit geprüft.

4. Ansprechpartner nach Ende der Schulzeit:

NIW gewährleistet dem Teilnehmer einen Ansprechpartner vor Ort auch nach Ende der Unternehmerschule, der auf wirtschaftliche Fragen kompetent antworten kann.

Außerdem bietet sich die Möglichkeit, nach erfolgreichem Abschluss der Schulungsmaßnahme den NIW - Service für eine intensive Begleitung und Beratung des Schulungs-Teilnehmers für die nächsten Jahre zu nutzen. Der NIW - Service berät aktiv in allen unternehmerischen Angelegenheiten und arbeitet als "externe" Stabsstelle für die kaufmännische Unternehmensführung.

Insgesamt kann man zusammenfassend sagen, dass mit der NIW-Unternehmerschule ein sehr praxisnahes Unternehmer-Coaching" über 10 Monate durchgeführt wird. Der nachfolgende NIW-Service bietet die Möglichkeit, bei der Umsetzung und Nachhaltigkeit die fachgerechte Unterstützung zu erhalten, damit das Unternehmen für die Zukunft abgesichert ist und sich auf einem erfolgreichen Wirtschaftskurs bewegt.